Herzenspost
Vielleicht hast du schon einiges ausprobiert, um endlich von deinem hohen Stresslevel runter zu kommen. Doch ideal ist es bei weitem noch nicht. Vielleicht hat dir jemand Meditation oder autogenes Training empfohlen. Doch das liegt dir leider gar nicht. Du bist dazu viel zu unruhig und brauchst vielmehr Bewegung, um Druck abzulassen. Oder vielleicht fühlst du dich manchmal von dem überfordert, was so alles im Alltag auf dich einprasselt und du möchtest dich einfach nur zurückziehen.
Diese zwei Beispiele zeigen bereits, dass Menschen verschieden sind und unterschiedliche Bedürfnisse haben, um sich zu erholen. Da lief mir eines Tages, in Form eines Buches, die Manana-Kompetenz über den Weg. Manana ist spanisch und bedeutet „Morgen“. Dabei habe ich mich gleich entspannt gefühlt. Das alleine hat mich bereits angezogen, mir das mal näher anzuschauen. Und das machen wir jetzt gemeinsam. Die Manana-Kompetenz ist die Fähigkeit jenen Teil des Nervensystems gezielt zu aktivieren, der für Regeneration und Kreativität verantwortlich ist. Bei jedem Menschen ist das auf unterschiedliche Weise ausgeprägt. Frank & Storch beschreiben in ihrem Buch 7 Typen, die ich euch kurz vorstelle:
Wärme – manche Menschen können sich nicht gut entspannen, wenn es kalt ist. Sie brauchen Kuschelsocken für warme Füße, eine weichen Schal für den Hals und bevorzugen es ihren Urlaub in warmen Ländern zu verbringen.
Sport – anderen geht es richtig gut, wenn sie sich beim Sport richtig auspowern können. Wenn sie unter Druck geraten, dann tut ihnen sportliche Betätigung besonders gut. Ein Urlaub mit Liegestuhl am Strand stresst ist für sie eher Stress als Erholung. Dann schon lieber Beach Volleyball.
Rückzug – manche Menschen sind sensitiver als andere und nehmen ihre Umgebung intensiver wahr. Das sind häufig Menschen, die in Berufen arbeiten, die Empathie erfordern. Sie brauchen Rückzug und Ruhe. Achtsamkeitsübungen, Entspannungsmusik und ein warmes Bad sorgen bei für Entspannung.
Aktivierbarkeit – sehr motorisch ausgeprägte Menschen beruhigen und entspannen sich bei überschaubaren Aktivitäten, die unter keinen Leistungsaspekt stehen, wenn sie in Ruhe und Muse erfolgen, ohne Zeitdruck. Das kann Gartenarbeit sein oder etwas backen oder an etwas herumbasteln.
Geselligkeit – solche Menschen laden ihre Akkus über den Kontakt zu anderen Menschen auf. Sie finden man oft in Vereinen oder in sozialen Netzwerken.
Intellektuell-musische Betätigung – der Umgang mit Kultur ist für manche Menschen wie Balsam. Sie können beim Lesen von Büchern, dem Besuch einer Ausstellung oder bei Musik entspannen.
Spiritualität – solche Menschen entspannen sich bei spirituellen Praktiken, wie z.B. einem Gebet oder Meditation. Durch eine regelmäßige Praxis werden im Gehirn neuronale Netze gebildet, die helfen Krisenzeiten besser zu überwinden.
Hast du dich in einem oder mehreren de Manana-Zonen wiedererkannt? Meist fühlt man sich einer Zone mehr zugehörig, kann aber auch Entspannung in anderen Zonen für sich entdecken. Abhängig von deinen individuellen Bedürfnissen kannst du dir dein individuelles Entspannungspaket für den Alltag aus einer Kombination aus ein, zwei oder mehreren Manana-Zonen selbst zusammenstellen.
Wer sie für dieses Thema noch weiter interessiert – hier meine Buchempfehlung
- Die Manana- Kompetenz. Wer Pause macht, hat mehr vom Leben. Gunter Frank & Maja Storch
It’s really a nice blog.